Faktoren die unser Immunsystem beeinträchtigen

Leider gibt es einige Faktoren, die unser Immunsystem in seiner Funktion beeinträchtigen und sogar schädigen können. Dazu zählen:

  • Altern
  • Vorschädigungen (z.B. durch chronische Erkrankungen)
  • Bewegungsmangel
  • Mangelernährung
  • Andauernder Stress
  • Schlafmangel
  • Drogen- und Alkoholmissbrauch
  • Immunsystem unterdrückende Medikamente (werden z.B. nach Organtransplantationen verabreicht)
  • Umweltgifte
  • Ionisierende Strahlung (durch radioaktive Stoffe)
  • Aus- oder Unterkühlung

Stärkung des Immunsystems und der Abwehrkräfte

Werbetreibende nutzen gerne den Slogan „Zur Stärkung des Immunsystems“ oder „zur Stärkung der Abwehrkräfte“, um beispielsweise Nahrungsergänzungsmittel, oder alternative Heilmittel zu bewerben. Problematisch dabei ist, dass keine medizinischen Definitionen existieren, die erklären was mit einer ,,Stärkung“ des Immunsystems gemeint sein soll. Die gute Nachricht ist, dass man zumindest dazu beitragen kann, die Funktion des eigenen Immunsystems nicht zu stören.

Dazu haben wir folgende Tipps für Sie zusammengestellt:

  • Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und Ausgangssperren in manchen Ländern, sind sinnvoll, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dennoch sollte eine sportliche Betätigung nicht zu kurz kommen, weil Sport eine positive Wirkung auf das Immunsystem hat. Sport versetzt den Körper in einen zeitlich begrenzten Stresszustand, bei dem auch das Immunsystem trainiert wird. Wissenschaftler konnten feststellen, dass die Anzahl der Abwehrzellen und ihre Abwehrfunktion, durch Sport gesteigert werden können. Aus diesem Grund sollte man sich auch in Krisenzeiten, wenn die Möglichkeit besteht, entweder im Freien sportlich betätigen oder Zuhause Übungen mit dem eigenen Körpergewicht ausführen. Allerdings nur solange man sich in der Lage dazu fühlt und man kein Fieber und keine Muskelschmerzen hat.

  • Eine ausgewogene, Obst- und Gemüsereiche Ernährung ist wichtig. Dadurch können die für das Immunsystem wichtigen Vitamine A, C und E aufgenommen werden. Auch der Bedarf an Eisen und Zink, sollte durch die Ernährung abgedeckt werden. Zahlreiche Studien zeigen, dass eine ausreichende Aufnahme wichtiger Mikronährstoffe vor der allgemeinen Grippe und anderen Atemwegsbeschwerden schützen, oder ihren Verlauf verkürzen, kann.

  • Achten Sie auf ausreichend Schlaf. Aufgrund des Corona-Virus kommt es bei vielen Menschen zum Ausfall der Arbeit oder zu Homeoffice. Für manche ist die neugewonnene Zeit Luxus, andere quälen Existenzängste. Mehr Zeit zum Schlafen ist jedoch ein Vorteil, der womöglich alle betrifft. In jedem Fall kann Schlafmangel die Funktion des Immunsystems beeinträchtigen. Die meisten Menschen brauchen rund 7,5 Stunden Schlaf, um eine optimale Immunfunktion aufrechtzuerhalten.

  • Regelmäßiges Händewaschen ist von Vorteil. Sicherlich kann man darüber streiten, ob ein steriles Umfeld notwendig ist. Immerhin ist unser Körper von einer Vielzahl Bakterien abhängig, die unsere Haut und unseren Darm besiedeln. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass simples Händewaschen mit Seife nicht nur eine gute Hygiene aufrechterhält, sondern die Hände kurzfristig von Viren befreit. Somit kann das Eindringen von Krankheitserregern vermieden und das Immunsystem unterstützt werden. Seife kann übrigens das Coronavirus zerstören, ist günstig und gut verfügbar. Im Gegensatz dazu wirken Handdesinfektionsmittel nur gegen bestimmte Viren. Hinzu kommt, dass sie teuer und mittlerweile überall ausverkauft sind. Statt die eigene Bakterienflora mit Desinfektionssprays aus dem Gleichgewicht zu bringen, sollte man sich lieber möglichst oft die Hände waschen und Desinfektionsmittel Ärzten und Medizinern überlassen.

  • Vorsicht bei Schmerzmitteln. In manchen Fällen kann die Einnahme von fiebersenkenden Schmerzmitteln, wie beispielsweise Paracetamol, mehr schaden als das Immunsystem zu unterstützen. Fieber ist ein körpereigener Schutzmechanismus gegen die Vermehrung von krankmachenden Mikroorganismen, wie Viren. Diese können sich bei Temperaturen über 37°C nicht mehr gut vermehren. Die künstliche Senkung des Fiebers könnte daher die Symptome und die Ausbreitung der Viren sogar steigern. Auch wenn fiebersenkende Schmerzmittel viele vorteilhafte Effekte haben, sollten sie nicht gewissenlos eingesetzt werden.

  • Die letzte und wichtigste Regel lautet, Abstand halten. Selbst wenn man noch so gut vorbereitet und das Immunsystem noch so stark ist, bietet es keinen Schutz vor einer Infektion, wenn man einer erkrankten Person zu nahekommt. Vor allem in der jetzigen Situation, bezogen auf das Corona-Virus. Im Durchschnitt dauert es 5 Tage bis bei Corona-Infizierten erste Symptome auftreten. Viele infizierte Personen zeigen keine Symptome. Man kann also nie wissen, welcher Mitmensch den Virus bereits in sich trägt. Um sich selbst und andere nicht zu gefährden, ist es sehr wichtig sich an die geltenden Vorgaben zu halten und einen Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen einzuhalten. Körperkontakt, Händeschütteln und Ähnliches sollten grundsätzlich vermieden werden, um das Immunsystem durch die Vermeidung von Krankheitserregern zu unterstützen.

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